Donnerstag, 17.09.2015

14:00 - 15:30

C310

S17-04

Roundtable – „Gerontologische Aus- und Weiterbildung“

Moderation: E.-M. Kessler, Heidelberg; A. Hoff, Görlitz

Die Gesellschaft des längeren Lebens, insbesondere der rapide Anstieg der Zahl multimorbider, pflegebedürftiger Menschen, stellt gerade die Berufsgruppen vor besonders große Herausforderungen, die unmittelbar an der Leistungserbringung im geriatrischen und im Altenhilfe-Bereich beteiligt sind. Der Anteil der über 80-Jährigen, also der überdurchschnittlich von Pflegebedürftigkeit betroffenen Bevölkerungsgruppe, wird sich bis 2030 im Vergleich zur Jahrtausendwende mehr als verdoppelt haben (Eurostat 2011), während zugleich eine abnehmende Zahl potentieller familiärer und professioneller Pflegekräfte prognostiziert wird. Diese demografischen Veränderungen führen eindringlich die Notwendigkeit der Nachwuchsgewinnung hochqualifizierten gerontologischen und geriatrischen Fachpersonals ebenso vor Augen wie die der kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung des vorhandenen Personals. Während akademisches gerontologisches Wissen immer weiter wächst, stagniert die Zahl an Standorten, an denen eine grundständige Hochschulausbildung sowie Fort- und Weiterbildung in Geriatrie und der Gerontologie stattfindet. Die Organisator/innen des Workshops möchten zu einer gemeinsamen Diskussion einladen und plädieren für die Einreichung eines interdisziplinären Arbeitskreises „Gerontologische Aus- und Weiterbildung“. Dieser soll an den fruchtbaren Vorarbeiten, die seit vielen Jahren in der DGGG existieren, anknüpfen (Backes et al., 2007; DGGG-Arbeitskreis Studiengänge, 2002; Karl et al., 2002; Kessler et al., 2013). Der Arbeitskreis soll in der Sektion III angesiedelt sein, ein Austausch mit den anderen Sektionen der DGGG ist aber ausdrücklich gewünscht. Ziel des Arbeitskreises ist es, eine aktualisierte Landkarte zur gerontologischen und geriatrischen Aus- und Weiterbildung an Hochschulen im deutschsprachigen Raum zu erstellen. Außerdem sollen Vorschläge zur Entwicklung eines Katalogs zu den inhaltlichen Voraussetzungen und Anforderungen dieser Studiengänge erarbeitet werden, unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen internationalen gerontologischen Qualifikationsmöglichkeiten (Pelham et al., 2012).

Quellen:
Backes, G.M., Klie, T., & Lasch, V. (2007). Stand der Entwicklung der gerontologischen Studienangebote. Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 40, 401–402.
DGGG-Arbeitskreis Studiengänge (2002) Ein Kernprofil der Gerontologie in Studium und Beruf. In: Karl, F. & Zank, S. (Hrsg.) Zum Profil der Gerontologie. Kassel: Universitätsbibliothek Kassel, S. 43-46.
Karl, F., Augst, C., Backer, G. M., Naegele, G., & Schmitt, E. (2002). Studienreform und Leitdisziplinen. In: Karl, F. & Zank, S. (Hrsg.) Zum Profil der Gerontologie. Kassel: Universitätsbibliothek Kassel, S. 57-66.
Kessler, E.-M., Agines, S., Schmidt, C., & Mühlig, S. (2013). Qualifikationsmöglichkeiten im Fachgebiet Gerontopsychologie. Empirische Bestandsaufnahme, Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie, 4, 337-344.
Pelham, A., Schafer, D., Abbott, P., & Estes, C. (2012). Professionalizing Gerontology: Why AGHE Must Accredit Gerontology Programs, Gerontology & Geriatrics Education, 33:1, 6-19.

14:00

E.-M. Kessler, A. Hoff (Heidelberg, Görlitz)

 

Standorte gerontologischer Ausbildung 1995, 2005 und 2015

14:20

G. Naegele (Dortmund)

 

Round Table 1: Entwicklung gerontologischer Studiengänge in Deutschland: Welche Trends sind zu beobachten?

14:20

F. R. Lang, Nürnberg

 

Round Table 2: Gerontologische Studiengänge im Spannungsfeld zwischen spezialisierter und generalistischer Ausrichtung

14:20

F. Wernicke, Bad Krozingen

 

Round Table 3: Das Berufsbild Gerontologe/ Gerontologin. Welche Erfahrungen gibt es mit Alumni?

15:00

A. Hoff, Görlitz; E.-M. Kessler, Heidelberg; J. P. Ziegelmann, Berlin

 

Präsentation der Ergebnisse der Round Tables

Zentrale Ergebnisse der drei Round Tables werden von Prof. Dr. Andreas Hoff (Round Table 1), PD Dr. Eva-Marie Kessler (Round Table 2) und Dr. Jochen Ziegelmann (Round Table 3) mitnotiert.
Diskussion (nacheinander geordnet nach den drei Round Tables) mit den übrigen Teilnehmer/innen.

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